Zettels Traum: Bedeutung und Herkunft der Redewendung
Das geflügelte Wort "Zettels Traum" geht auf den Roman Zettels Traum von Arno Schmidt zurück und hat sich im Deutschen zu einer festen Anspielung mit spezifischer Bedeutungsnuance entwickelt. Herkunft Arno Schmidts Werk (1970) ist berühmt-berüchtigt für seine extreme Form: über 1.300 Seiten im Großformat, typografisch komplex, voller Wortspiele, Assoziationsketten und literaturwissenschaftlicher Exkurse – insbesondere zu Edgar Allan Poe. Inhaltlich wie formal sprengt es konventionelle Lesegewohnheiten. Es gilt als …
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Tu, was du nicht lassen kannst – Herkunft und Bedeutung
Seine Herkunft verdankt die Aussage zum Beispiel einer Streitschrift des Erasmus Alberus aus dem Jahr 1548 auf. Hier ist zu lesen: "Gehe hin, und thu, das du nicht lassen kannst und richte Unglück genug an." Heutige Bedeutung: Das Sprichwort "Tu, was du nicht lassen kannst!" ist ein resignierender Kommentar auf die Absichten des Angesprochenen. Der Nutzer der Aussage zeigt, dass er mit der Absicht nicht ganz einverstanden ist oder dass das Ergebnis auf eigene Verantwortung erfolgt.
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Die Redewendung "Daran erkenne ich meine Pappenheimer" ging hervor aus der Wallenstein-Triologie von Friedrich Schiller. Hier äußert Wallenstein sich anerkennend gegenüber seinen Pappenheimern (Regiment von Gottfried H. Pappenheim) mit dem Auspruch: "Ich kenne meine Pappenheimer". Er lobt mit diesem Ausspruch ihre Treue und ihren Mut. Heute meinen wir eher das Gegenteil bei der Bezeichnung "Pappenheimer". Wir titulieren so einen Menschen, dessen Schwächen wir meinen genau zu kennen und wissen was wir von ihm …
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Augurenlächeln – Warnung vor diesem Lächeln – Bedeutung und Herkunft
Die Herkunft des Begriffs "Augurenlächeln" geht zurück auf die "Auguren" im antiken Rom. Diese Auguren bildeten das altrömische Priesterkollegium, dessen Aufgabe es war, durch Deutung bestimmter Himmelserscheinungen (z. B. Vogelflug, Blitze) den Willen der Götter zu erkunden. Vor allem bei politischen und vor wichtigen privaten Entscheidungen wurden die "Auguren" befragt. Ihr Lächeln, das sogenannte Augurenlächeln, hatte dabei eine besondere Bedeutung: Es sollte Weisheit und Verständnis vermitteln, gleichzeitig …
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Damoklesschwert – die drohende Gefahr im Glück – Bedeutung, Herkunft
Die Redensart hat ihre Herkunft in einer Erzählung von Cicero. Einst rühmte Damokles, ein Höfling des Tyrannen von Syrakus (Dionysios der Ältere 405 - 367 v. Chr.), seinen König als den glücklichsten aller Sterblichen. Dieser wollte ihm eine Lehre über das wirklich gefahrvolle Leben eines Mächtigen erteilen und bot ihm das vermeintliche Glück an. Er wies ihm einen Platz an der königlichen Tafel zu und stellte ihm alle Herrlichkeiten und Genüsse zur Verfügung. Heimlich ließ er jedoch über dem Haupte des Damokles …
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Schnöder Mammon – ein Fürst der Hölle oder ein gefallener Engel? Bedeutung, Herkunft
Seine Herkunft verdankt dieser Begriff den Evangelien des Matthäus und des Lukas, wo Mammon scheinbar personifiziert und Gott in dieser Form gegenübergestellt wird. Im späteren Faustbuch von Widmann ist "Mammon" zum Beispiel ein Fürst der Hölle, der die Geldverleiher und Wucherer regiert. Der englischer Dichter John Milton nannte 1667 in seinem Versepos "Das verlorene Paradies" einen gefallenen Engel Mammon. Im Theaterstück "Jedermann" des österreichischen Dichters Hugo von Hofmannsthal tritt der Dämon Mammon auf …
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