Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung
Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos "Deutschland". Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, dass jemand sich heuchlerisch verhält, indem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält. Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine. Ein Wintermärchen Sie sang vom irdischen Jammertal, von Freuden, die bald zerronnen, vom Jenseits, wo die Seele …
Zum Begriff: Wasser predigen und Wein trinken – Bedeutung, Ursprung
Adynaton – Bedeutung, Herkunft und die heutige Verwendung des Begriffs
Bedeutung: Adynaton ist von seiner Herkunft griechisch und bedeutet "Unmögliches". Ein "Adynaton" ist eine rhetorische Figur, bei der der Begriff des Unmöglichen umschrieben wird. Das, was als unmöglich betrachtet wird, wird in Bezug zu einer Unmöglichkeit "in der natürlichen Ordnung oder in feststehenden Bräuchen" gesetzt. Das "Adynaton" dient zudem der Steigerung, der Bekräftigung und der Nachdrücklichkeit, wie zum Beispiel: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich …
Zum Begriff: Adynaton – Bedeutung
Krokodilstränen weinen - Bedeutung, Herkunft und kuriose Fakten
Der Ursprung des Ausdrucks "Krokodilstränen weinen" liegt in einem uralten Mythos, der bereits im Mittelalter kursierte. Damals glaubte man, dass Krokodile beim Fressen ihrer Beute weinen würden. Das wurde als besonders hinterlistig und grausam gedeutet - denn wie kann jemand trauern, während er gleichzeitig tötet? Dieser Glaube fand sich u. a. in mittelalterlichen Bestiarien, also Tierlexika mit symbolischer Bedeutung. Besonders populär wurde die Vorstellung durch den englischen Reisenden Sir John Mandeville, der …
Zum Begriff: Krokodilstränen weinen - Bedeutung, Herkunft und kuriose Fakten
Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung
Diese Redensart ist belegt seit 1704 und hat seine Herkunft im Neuen Testament. Auf den ersten Blick scheint die Redensart Unsinn zu sein, denn Pontius und Pilatus bezeichnen denselben Mann. (Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt / Statthalter des römischen Kaisers Tiberius). Die Wendung bezieht sich auf das Neue Testament (Lukas 23, 6-11) wo berichtet wird, dass Christus von Pontius Pilatus zu Herodes und von dem wieder zu Pontius Pilatus geschickt wird. Wenn wir heute sagen "jemanden von Pontius zu …
Zum Begriff: Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – Bedeutung, Herkunft und was der Spruch uns heute wirklich sagt
Die Herkunft der Redewendung hat zwei Erklärungsstränge. Einerseits findet sich der zugrunde liegende Gedanke bereits bei Aristoteles, der in seiner Nikomachischen Ethik darauf hinweist, dass ein einzelnes positives Ereignis noch keine verlässliche Grundlage für ein Urteil ist. Andererseits wurde das Bild durch eine Fabel des griechischen Dichters Aesop popularisiert, in der ein junger Mann eine früh gesichtete Schwalbe als sicheren Frühlingsboten deutet – und dafür bitter bestraft wird. Heutige Bedeutung: Wir …
Zum Begriff: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Lesefrüchte – interessante Gewächse – Bedeutung, Herkunft
Lesefrüchte ist eine bildhafte Bezeichnung für Angelesenes, für Kenntnisse und Erkenntnisse, die während der Lektüre gesammelt wurden. Lesefrüchte regen zuweilen das eigene Denken bzw. das Weiterdenken an. Also: "Pflanze an und ernte!" Jim: "Am Wochenende habe ich das neue Buch vom blueprints Team gelesen." John: "Und wie war es?" Jim: "Es waren einige Lesefrüchte dabei."
Zum Begriff: Lesefrüchte – Bedeutung